Theatersanierung ohne Verzögerung

Theatersanierung ohne Verzögerung

Die ADD hat mit leichten Veränderungen das Raumprogramm und das Konzept für den Bau der Ausweichspielstätte für das Theater auf dem Tufa-Gelände genehmigt. Der Rechnungshof hat die Wirtschaftlichkeit auch im Hinblick auf die spätere Nutzung bestätigt. Eine Kostenobergrenze ist vorgesehen.

Das gleiche Prüfverfahren wird jetzt für die Sanierung des Theatergebäudes (Graubner-Bau) angewendet, auch hier mit einer Kostenobergrenze. Die Frage, ob diese Sanierung mit einem vorgeschalteten Architektenwettbewerb oder als VGV-Verfahren, das der Rechnungshof empfiehlt, durchgeführt wird, ist noch offen und kann erst nach einer Prüfung durch ADD und Rechnungshof entschieden werden. Dann können und sollten ohne Verzug die Unterlagen für die Zuschussbeantragung beim Land erstellt werden.

 

Die Grünen wollen unbedingt den Architektenwettbewerb durchsetzen und haben die Unterschutzstellung des Graubner-Baus beantragt. Dieses Ansinnen wurde von der Verwaltung und allen anderen Fraktionen im Kulturausschuss am 8. Januar zurückgewiesen.

 

Eine Unterschutzstellung würde bedeuten: keine funktionale Verbesserung, sondern nur Sanierung des Bestandes; neue Planung dieser Konzeption, die bisher nicht als Variante vorgesehen war; neue Finanzierungsplanung; Prüfung des ganzen Vorhabens durch ADD und Rechnungshof unter dieser Voraussetzung; erhebliche zeitliche Verzögerung und Gefährdung des ganzen Vorhabens sowie eine fatale Verunsicherung des Ensembles, des Theaterpublikums und der Bürgerinnen und Bürger in Trier und der Region. Nach der erneuten Ablehnung der Unterschutzstellung durch die Landesdenkmalpflege (GDKE) dürfte sich der Antrag der Grünen erledigt haben.

Hermann Kleber

UBT-Mitglied im Kulturausschuss

Veröffentlicht in der Rathaus-Zeitung vom 21. Januar 2020, Seite 2.

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