Rathauszeitung vom 11.08.2026 +++ Hitzeaktionsplan vorantreiben

Rathauszeitung vom 11.08.2026 +++ Hitzeaktionsplan vorantreiben

Hitzeaktionsplan vorantreiben

Zunehmende Hitzewellen belasten unsere Stadt und stellen ein hohes Gesundheitsrisiko für ältere Menschen, Kranke und Kinder dar. Das Problem liegt auf der Hand: Stark versiegelte Flächen, Beton und Asphalt heizen unsere Innenstadt und dicht bebauten Quartiere massiv auf. Es fehlen oft schattige Rückzugsorte und Abkühlungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum. Zwar wurden bereits einige Maßnahmen umgesetzt mit Umgestaltungen (Paulusplatz) oder mit schattenspenden Pflanzkübeln und Sitzgruppen. Auch haben die Stadtwerke Trier das Angebot an öffentlichen Trinkbrunnen ausgebaut. All dies kann aber nur ein Startpunkt sein für weitere Maßnahmen. Die geplante Wasser-Vernebelungsanlage für den Porta-Nigra-Platz begrüßen wir ausdrücklich -trotz Bedenken einiger Ratskolleginnen und Kollegen hinsichtlich Keimgefahren. Was in den meisten Städten im südlichen Europa seit Jahren erfolgreich für Abkühlung sorgt, kann auch unserer Stadt nicht schaden.

 

Als UBT-Fraktion sind wir überzeugt: Wir dürfen beim Hitzeschutz keine Zeit mehr verlieren. Der Hitzeaktionsplan der Stadt Trier muss jetzt zügig fertiggestellt, beschlossen und mit konkretem Leben gefüllt werden. Dabei müssen die Zuständigkeiten verbindlich festgelegt werden. Er darf kein theoretisches Konzept für die Schublade sein.

 

Dass pragmatische Lösungen erfolgreich sind, hat sich am vergangenen Altstadtfest bei Extremhitze gezeigt. Auf Anfrage unseres Stadtratsmitgliedes, Frank Weiersbach, am 23. Juni 2026 an die Verwaltung, ob mobile Abkühlungsstationen aufgestellt werden können, wurde dies in einer gemeinsamen Aktion mit Feuerwehr und TTM kurzfristig am Domfreihof umgesetzt. Normalerweise hätten sie auf Bakterien getestet werden müssen. Daher war die Empfehlung der Leiterin des Trierer Gesundheitsamtes, Sabine Becker, „Stellt die Dinger auf – das ist mir jetzt egal, damit die Leute sich abkühlen können“ auch eine pragmatische Abwägung.

 

 

UBT Stadtratsfraktion