Rathauszeitung vom 02.06.2026 +++ Theater – konsequente Entscheidung

Rathauszeitung vom 02.06.2026 +++ Theater – konsequente Entscheidung

Theater – konsequente Entscheidung

 

Die nachträgliche Genehmigung der Anmietung der Flächen für die Probebühnen am Energie- und Technikpark (ETP) von den Stadtwerken Trier durch den Stadtrat ist nun final entschieden und in der Stadtratssitzung am 12. Mai 2026 auf den Weg gebracht worden. Mehrmonatige hitzige Debatten, zahlreiche Vorwürfe, die in Rücktrittsforderungen gegenüber Oberbürgermeister Leibe gipfelten, dürften damit ein Ende gefunden haben. Auch die Rücktrittsforderungen gegenüber Baudezernent Dr. Thilo Becker, der für den Umzug des Amtes Stadtraumes Trier in den ETP verantwortlich ist und mit dem Einheitsmietmodell für Diskussionen und Unterstellungen gesorgt hat, sind obsolet.

 

Die größten Kritikpunkte waren fehlende Transparenz im Verfahren, Fehler in den Prozessen und ein möglicher wirtschaftlicher Schaden für die Stadt Trier. Die Expertenanhörung hat aus unserer Sicht ergeben, dass aufgrund komplexer Gemengelage und der finanziellen Lage der Stadt Trier das Anmietungsmodell die richtige Entscheidung war und ist, und zwar umso mehr als die Bauverwaltung aufgrund ihrer zahlreichen Aufgaben den Bau der Probebühnen nicht hätte stemmen können. Letztendlich hätten damit verschiedene andere Maßnahmen, wie z. B. Schul- und Straßensanierungen und weitere Projekte (finale Fortführung des Stadtumbaus Trier-West) hintenangestellt werden müssen. Damit wäre keinem gedient gewesen und es wären möglicherweise Fördermittel verlorengegangen.

 

Fakt ist: Ja – es wurden Fehler von der Verwaltungsspitze begangen, die aber vollumfänglich eingeräumt und jetzt geheilt wurden. Dass es sich bei der Theatersanierung um ein Luxusprojekt handele, hat Herr Oberbürgermeister Leibe zu Recht entschieden zurückgewiesen. Das Theater gehört zu Trier wie die „Pochta“ – es ist ein existenzieller Auftrag einer Großstadt und eines Oberzentrums, dieses kulturelle Angebot sicherzustellen.

 

Fraktionsvorsitzender Schenk betonte in seiner Rede, dass die damalige Entscheidung richtig war, die Stadtwerke Trier mit dem Bau der Probebühnen zu beauftragen. Auch wenn der nachträgliche Einstieg in die Mietverhandlungen mit den Stadtwerken auf Antrag der CDU offen und schwierig bleibt, ist die Theatersanierung mit allen Komponenten – wie den Probebühnen oder dem Tufa-Anbau – alternativlos.

 

Die UBT-Fraktion hofft, dass nun endlich Ruhe einkehrt und sich die Bediensteten des Theaters sowie das städtische, regionale und überregionale Publikum auf „ihr neues Theater“ freuen können.

 

UBT Stadtratsfraktion