Grundsatzbeschluss: Generalsanierung des Theaters Trier

Grundsatzbeschluss: Generalsanierung des Theaters Trier

Das Theater Trier ist in die Jahre gekommen und bedarf dringend der Sanierung. Diese Erkenntnis ist wahrlich nicht neu, sondern mehr als ein Jahrzehnt alt. Während dieser Zeit sind viele Pläne gemacht und auch wieder verworfen worden, weil keine befriedigende Lösung gefunden wurde oder weil sie zu teuer waren. Während dieser Zeit hat man den Graubner-Bau mit verschiedenen Maßnahmen bespielbar gehalten. Diese Zeit der Notmaßnahmen ist nun vorbei. Einerseits erlaubt der jetzige Zustand des Gebäudes kein „Weiterso“ und andererseits herrscht nun Klarheit, dass eine Generalsanierung des Graubner-Baus dasjenige ist, was die Stadt sich leisten und auch bezahlen kann. Dazu ist am 29.1.2019 der Grundsatzbeschluss gefasst worden sowie zum Bau einer Ausweichspielstätte während der Sanierung, die nach Abschluss der Sanierung der TUFA zur Verfügung stehen soll. Diese beiden Beschlüsse sind die unabdingbare Voraussetzung für die weiteren Schritte, die in eine Ratsvorlage münden, über die dann der Rat in voller Kenntnis aller Fakten den Baubeschluss fassen kann. Ein Theaterbetrieb – gleich welcher Art – braucht ein funktionsfähiges Theatergebäude. Ohne bespielbares Theatergebäude kein Theater. Daher wurde mit den beiden Vorlagen auch über die Existenz eines Theaters im Oberzentrum Trier entschieden. Da der Rat diese beiden Beschlüsse ohne „Wenn und Aber“ gefasst hat, hat er seinen Willen, weiterhin ein Theater in Trier haben zu wollen, untermauert.

Hätte er umgekehrt diese Beschlüsse nicht gefasst oder etwa unter den Vorbehalt eines Bürgerentscheids – so wie es die AfD wollte – gestellt, hätte er die Existenz des Theaters gefährdet. Das wäre ein fatales Signal gewesen zu einer Zeit, in der der Spielbetrieb des Theaters Trier nach den dunklen Jahren der Intendanz Sibelius eine wahre Renaissance erlebt, wie an den stark gestiegenen Besucherzahlen zu sehen ist. Dank soliden Wirtschaftens, eines attraktiven Programms, engagierter und motivierter Künstler, ideenreicher Spartenleiter und eines Intendanten, der mit Können und einer glücklicher Hand das Haus leitet und in der Großregion positioniert, hat das Trierer Theater wieder eine Zukunft. Unter diesen Voraussetzungen, gepaart mit der Bereitschaft der Landesregierung, Spielbetrieb und Generalsanierung mit zu finanzieren, wäre es unverantwortlich gewesen, den Grundsatzbeschluss und den Beschluss zum Bau der vorgesehen Ersatzspielstätte auf dem Tufa-Gelände nicht zu fassen. Deshalb kann man den abgelehnten Änderungsantrag der AfD nur als das bezeichnen was er ist: ein durchsichtiges, populistisches und wahlkampfbedingtes Störmanöver, das nicht nur die Zukunft unseres Theaters zur Disposition stellte, sondern das unsere Stadt als Oberzentrum und unsere Kulturregion beschädigt hätte.

Beitrag von: Hermann Kleber am 11.02.2019
Fotograf: Stefan Kühn
Urheberrecht: GNU Free Documentation License
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Trier

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